Tätigkeit des Einsatzteams
Ein untrennbarer Bestandteil der Tätigkeit der Einsatzteams ist die kontinuierliche Überwachung der Lage, die Einleitung präventiver Maßnahmen und die fachgerechte Bewältigung von Konfliktsituationen mit dem vorrangigen Ziel, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Diese Tätigkeit umfasst nicht nur Einsätze vor Ort, sondern auch beratende und methodische Unterstützung bei der Suche nach einem funktionierenden Gleichgewicht zwischen Menschen und Großraubtieren. Ein zentrales Instrument zur Konfliktvermeidung ist die Prävention. Wichtig ist das Erlernen einfacher und wirksamer Maßnahmen, die zu einem sichereren Zusammenleben beitragen, die systematische Beseitigung von Futteranlockmitteln aus der Umgebung von Ortschaften sowie die Vermittlung richtiger Verhaltensweisen beim Aufenthalt in der Natur. Auf diese Weise lässt sich das Konfliktrisiko deutlich verringern und sicheres sowie verantwortungsbewusstes Verhalten fördern.
Sollte es wiederholt zu Begegnungen mit Braunbären in der Nähe von Menschen kommen, sorgen die Mitglieder der Braunbär-Einsatzteams (ZTMH) vor Ort für Folgendes:
- Begehung des Geländes zur Überprüfung der aktuellen Lage und zur Feststellung etwaiger Spuren von Bären;
- Einholung relevanter Informationen über die Anwesenheit eines Bären beim Meldenden, bei Nachbarn, bei der Gemeindeverwaltung sowie bei Mitgliedern des örtlichen Jagdvereins;
- Sicherung von Bildaufnahmen aus Kameras, Fotofallen und Ähnlichem;
- aktive Überwachung des Gebiets und der weiteren Umgebung mit dem Ziel, die Ursachen für das Auftreten des Bären aufzudecken;
- Patrouillen- und Überwachungsmaßnahmen zur Identifizierung des betreffenden Tieres (der betreffenden Tiere);
- Intensive Kommunikation mit Vertretern der Kommunalverwaltung (ggf. weiterer Institutionen und staatlicher Stellen) sowie den betroffenen Grundstückseigentümern über die laufenden Aktivitäten des Einsatzteams und die vorgeschlagenen Maßnahmen;
- Erhebung und Auswertung aller verfügbaren Daten zu den Bewegungen, dem Aufenthaltsort, dem Zeitpunkt des Auftretens, den verursachten Schäden und dem Verhalten des betreffenden Braunbären, um dessen Gewohnheiten zu erfassen und Orte zu bestimmen, an denen im Bedarfsfall wirksam gegen das Tier vorgegangen werden kann;
- Patrouillentätigkeit zum Schutz von Eigentum und zur Gewährleistung der Sicherheit der Einwohner, Durchführung einer Aversionstherapie bei dem betreffenden Einzelwesen und Bewertung des Grades dessen Synanthropisierung;
- die Umsetzung von Präventivmaßnahmen, die in Abhängigkeit vom identifizierten Lockstoff festgelegt werden.
Im Falle einer negativen Reaktion eines oder mehrerer Braunbären auf die Aversivtherapie werden die betreffenden Tiere in unvermeidbaren Fällen aus der Population entfernt.
Ausrüstung des Einsatzteams
- Beobachtungstechnik (Ferngläser, Wärmebildkameras);
- Überwachungstechnik (Fotofallen, Drohnen, GPS-Halsbänder);
- Geländefahrzeuge;
- Fangvorrichtungen;
- Beleuchtung für nächtliche Einsätze;
- Vertreibungsmittel;
- Zäune und Sonstiges.
Ausrüstung des Einsatzteams









